31 Mrz

Virus-Infektionen, NFkB und Tocotrienole

Gerade hat mich eine Frage zum Eppstein-Barr-Virus erreicht.  Durch etwas Recherche habe ich einige gute Studien gefunden, die ich zum Anlass nehme über den Zusammenhang von Infektionen (insbesondere Viren) und Tocotrienole zu schreiben.

Zunächst gilt folgendes: Grundsätzlich gibt es Pathogene, die gezielt über den Transkriptionsfaktor NFkB Entzündung hervorrufen. Weil währen der  Entzündung der Mechanismus der Immunität (mit Antikörpern und Apoptose) unterdrückt wird. Andere (wenige) Pathogene wie Tuberkulose und Pest machen das umgekehrt. Insbesondere viele Viren nutzen NFkB um Ihre Verbreitung zu sichern (dazu eine allgemeine Arbeit). Dazu gehören auch das HPV und das Epstein-Barr Virus: EBV-transformed B-cells are particularly dependent on constitutive NF-κB activity, and rapidly undergo apoptosis upon NF-κB blockade. “ (das finden Sie hier:  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3717723/ )

Darum scheint es sinnvoll bei vielen Viren-Infektionen ein Mittel zu nehmen, dass NF-kB hemmt.

Was NF-kB sehr gut hemmt und ansonsten recht gefahrlos ist, sind unsere Tocotrienole. Die gute Entzündungshemmung der Tocotrienole basiert auf Ihrem Einfluss auf NF-kB. Es gibt übrigen noch viele andere NF-kB Hemmer, bei denen wir über die Dosierung und die  WIrkung weniger gut informiert sind. Dazu gehören beispielsweise Kurkuma, Knoblauch, grüner Tee und  rot-Klee.

Subjektiv habe ich den Eindruck, dass gute Berichte über gut verlaufene Virus-Infektionen mit Tocotrienol vorliegen. Ich habe keine Studie dazu gefunden, wäre aber erfreut, wenn sich Menschen mit Erfahrungen hier melden würden.

06 Feb

Cholesterin endlos senken?

Aktuell gibt es eine neue Cholesterin-Studie [„Fourier Studie“ Volltext], die durch die Presse geht (mit einem Artikel im SPIEGEL).

Es handelt sich um eine große Studie mit 27564 Menschen, doppeltblind, über 2 Jahre in 49 Ländern, mit einem neuen WIrkstoff: Evolocumab.
Das Ergebnis ist: 15% weniger Infarkte (1344 anstatt 1563 Patienten). Die Studie soll belegen, dass es vorteilhaft ist, das Cholesterin noch weiter als bisher üblich zu senken.

15% weniger Infarkte – wäre es das nicht wert das neue (sehr teure) Mittel weitverbreitet einzusetzen?

Es gibt aber einen Haken: es gab KEINEN Effekt auf die Sterblichkeit aus Herz/Kreislauf- Gründen, KEINE geringere Einweisung in Krankenhäuser und KEINEN Verbesserung der Sterblichkeit aus allen Gründen. Was bedeutet, dass die Sterblichkeit aus anderen Gründen gestiegen sein muss, wenn die Sterblichkeit von Infarkten sank.

Es stellt sich schon sehr die Frage welchen Sinn eine Behandlung macht, wenn Sie die Todes- und Krankheitsrate nur verschiebt und nicht ändert.

Bei dem neuen Mittel Evolocumab handelt es sich nicht um ein Statin, sondern um Antikörper. Statine haben massive schwere und sehr häufig auftretende Nebenwirkungen. Sind mit dem neuen Mittel vielleicht weniger schädliche Nebenwirkungen zu erwarten?

Aus der Studie: „Adverse events of interest including muscle-related, cataracts, injection site, allergic and neurocognitive.“  Auf Deutsch: Nebenwirkungen waren (unter anderen)

  •  in Verbindung mit Muskeln stehend,
  • Katarakt (grauer Star)
  • an der Einstichstelle (das Mittel wurde wöchentlich injiziert)
  • Allergien
  • und in der Gehirnfunktion

Das ähnelt den Nebenwirkungen der Statine und legt den Verdacht nahe, dass das Cholesterin selbst für  genau diese Funktionen benötigt wird.

 

06 Feb

Augenheilkunde: Tocotrienole verhindern das Fortschreiten von durch Diabetes verursachten Katarakt (grauer Star)

Katarakt (grauer Star) ist einer der wichtigsten Ursachen für nachlassende Sehleistung und Erblindung. Diabetes ist ein wichtige Ursache von Erblindung durch den grauen Star.

Eine Studie von 2017 belegt die Wirksamkeit von Tocotrienolen bei durch Diabetes verursachten Katarakt [PMID 28350848]. Die Tocotrienole wurden topisch (von aussen) gegeben.

04 Sep

Braten Sie mit Sonnenblumen-Öl?

Lieber nicht.

Beim Braten wird Fett erhitzt um die Lebensmittel in der Pfanne zu garen und zudem den beliebten Brat-Geschmack zu verleihen. Anscheinend geht das nicht ohne Fett und das findet sich anschliessend im Bratgericht. Was aber passiert mit dem Fett?

Gar nichts gutes. Es oxidiert durch die Hitze recht schnell, bildet Peroxide, Trans-Fettsäuren und zerfällt in verschiedene, teilweise giftige Substanzen. Und die bleiben zum Teil im Gericht und werden mitgegessen. Davon sind vor allem hoch-ungesättigte Fettsäuren betroffen. Je mehr Doppelbindungen im Fett, desto unstabiler und desto mehr giftige Substanzen entstehen[ref]. Darum sollte man nicht mit hochungesättigten Ölen braten. Das heisst:

Braten Sie nicht mit Leinöl, Rapsöl, Maiskeimöl, Sojaöl, und nicht mit Sonnenblumenöl .

Leider sind fast alle Pflanzenöle, vor allem die billigen, hoch ungesättigt.  Es bleiben einige wenige, wie Kokosöl (völlig gesättigt), Butterschmalz (völlig gesättigt), Palmöl(überwiegend gesättigt) und Olivenöl (zu 90% nur einfach ungesättigt). Ausserdem werden auf dem Markt spezielle Brat-Öle angeboten. Diese enthalten gesättigte Fette (z.B. Palmöl). Oder einen höheren Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren – durch Züchtung oder Härtung. Damit kommen Sie dem Olivenöl etwas nächer.

Warum dann nicht gleich Olivenöl nehmen? Ich brate mit Olivenöl.

Leider wird heute noch weitverbreitet das Braten mit genau diesen empfohlen. Auch von „Starköchen“ und im Fernsehen.

Ausserdem achten Sie darauf, dass die Temperaturen nicht zu hoch werden. Man muss dringend vor zu hohen Brat-Temperaturen warnen.

  • unter 100 Grad (mit Wasser im Kochgut) – kein Problem
  • ab 130 bis 150 Grad: In Anwesenheit von Luft wird Vitamin E verbraucht aber die meißten Öle verändern sich nur wenig
  • ab 170 Grad: es entstehen Transfettsäuren (TFA) diese blockieren Enzyme – giftig
  • ab 175 Grad: in der Nahrung entstehen giftige Acrylamide (krebserregend)
  • über 200 Grad: fast alle Öle beginnen zu rauchen, das bedeutet eine sehr schnelle Oxidation und Zersetzung des Öls

Versuchen Sie die Brat- Temperatur unter 140 Grad zu halten (beim Frittieren wird 160 bis 180 Grad empfohlen).

Übrigens: werden die Peroxide und Zersetzungsprodukte von Ölen anschliessend mit der Nahrung gegessen, dürfte das den Verbrauch aller Antioxidantien im Kärper stark ankürbeln. Vor allem das fettliebende Vitamin E.

Kurzfassung: vermeiden Sie mit Sonnenblumenöl oder anderen ungesättigten Fetten zu Braten. Sie mischen sich sonst buchstäblich Gift ins Essen.  Besser sind Olivenöl, Kokosöl, Palmöl oder spezielle Brat-Öle.

 

25 Jul

Herzgesundheit: Tocotrienol 95-fach besser gegen Plaques

Ich habe in Dr.Kulinskis Artikel Zur „Gefährlichkeit“ von Mikronährstoffen (Seite 8) gefunden, dass delta-Tocotrienol 95-fach stärker an Endothelzellen anlagert als alpha-Tocopherol. Was hat es damit auf sich?

Endothelzellen (HAEC) sind die Innenauskleidung von Blutgefäßen. Der Mensch besitzt 4000 bis 7000 m2 davon. Bei Atherosklerose lagern sich dort die Plaques an, die 1. die Gefäße verengen und 2. sich lösen und dann Infarkte in Herz und Gehirn verursachen können.

Der menschliche Körper scheint gegen diesen Prozess gezielt delta-Tocotrienol einzusetzen, denn in den HAEC reichert sich dort d-T3 „25 bis 95 fach“ stärker an als alpha-Tocopherol. Das zeigte die folgende Studie von 2005 , die auch beobachtete dass die Tocotrienole eine „starke Wirkung gegen die Anlagerung von Monozyten an die Endothelzellen“ hatten. („a profound inhibitory effect on monocytic cell adherence to HAEC„).

Hier die Studie: Tocotrienols reduce 25-hydroxycholesterol-induced monocyte-endothelial cell interaction by inhibiting the surface expression of adhesion molecules.

Delta-Tocotrienol findet sich am stärksten vertreten in Annatto-Tocotrienolen (DMT3) mit einem Anteil auch in Palmen-Tocotrienolen.

Kurzfassung: Delta-Tocotrienol wirkt sehr gut gegen die Bildung von Plaques in Blutgefäßen und wird vom Organismus auch stark dort angereichert (soweit verfügbar).

06 Jul

Tocotrienole und Vitamin E IU

Mich erreichte die folgende Frage:

 Wir fragen uns, wie sich mg Tocotrienol in IU umrechnen lassen.  Oder ist die IU-Betrachtung unueblich fuer Tocotrienol?

Die „Internationalen Einheiten“ IE oder IU für Vitamin E sind veraltet und sollen nicht mehr verwendet werden. Aktuell sind im Moment die mg aTE (oder auf Deutsch aTÄ) – alpha-Tocopherol Äquivalente.  Sie unterscheiden sich aber nur um einen Faktor  (1 mg aTE = 1 mg RRR-α-Tocopherol = 1,49 IE). Die IE basierten auf dem synthetisch hergestellten alpha-Tocopherol-Acetat, und beschreiben die schlechtete Aktivität des synthetisch hergestellten Materials.

Die Äquivalente sind aber auch schon veraltet und in den USA schon durch „mg Vitamin E“ ersetzt, wobei alle Isomere gleich zählen (mit Maximalwert 1000 mg/Tag).

Die Äquivalente basieren auf einer Studie aus den 1970er Jahren, wo festgestellt wurde, dass alpha-Tocopherol vom körpereigenen Transportprotein TTP bevorzugt aufgenommen wird (100%). Gamma-Tocopherol und alpha-Tocotrienol werden nur zu ca 30% aufgenommen und die Tocotrienole mit noch geringerer Priorität (nach WHO-Zahlen ca 5%).

Tocotrienole benötigen das Transport-Protein aber gar nicht, sie breiten sich selbstständig entlang der Zellmembranen aus und werden nur beim Transport IN die Zellen vom alpha-Tocopherol verdrängt.

Die Angaben in IU oder auch in mg aTE sind also relativ wertlos, was in den USA mittlerweile berücksichtigt wurde.

Für Produkte mit Tocotrienolen ergibt sich aus den EU-Vorschriften, dass auch bei reichlicher Versorgung nur niedrige Werte als „offizielle“ %-NRV herauskommen, je nach dem Anteil von alpha-Tocopherol. Das ist im Prinzip vorteilhaft, da so wirkungsvolle Tocotrienol-Mittel bereitgestellt werden können ohne dass man gleich extrem hohe %-NRV Angaben machen muss.

Für die praktische Arbeit ist die antioxidative Aktivität an den Zellmembranen ausschlaggebend und da sind die Tocotrienole um Größenordnungen besser.
[40-60 times higher antioxidant activity“ PMID 1649783]

Tocotrienole haben auch einen Nachteil: sie werden recht schnell wieder ausgeschieden (Halbwertzeit um die 5 Stunden). Die langsamen Tocopherole sind die Speicherform des Vitamin E.

Kurzfassung: IE sind veraltet und sagen nichts über die antioxidative Aktivität von Vitamin E aus. Wegen der mit alphaTocopherol auftretenden Probleme gilt: besser Finger weg von Nahrungsergänzungsmitteln die mehr „IE“ als etwa 30 enthalten.

20 Jun

Studie findet optimale Tocotrienol-Dosierung zur Verbesserung der Blutfette

Eine  im British Journal of Medicine and Medical Research veröffentlichts Studie untersuchte 2014 die Wirkung von verschiedenen Dosierungen von Tocotrienolen auf 31 Menschen mit Hypercholesterinämie.

Ergebnis: Die Behandlung mit delta-Tocotrienol bei Einhaltung der Herz-Diät der AHA bewirkte dosisabhängig Reduzierungen der Lipid-Parameter Gesamt-Cholesterin (-15%), LDL (-18%), Triglyceride (-14%) mit einer maximalen Wirkung bei 250 mg/d (p < 0.001) [nach 4 Wochen].  Die mit Herzerkrankungen zusammenhängen Zytokine (Plasma-TNF-alfa, IL-2, IL-4, IL-6, IL-8, IL-10) wurden alle um 39% bis 64% gesenkt (p <0.001).

Verwendet wurden Dosierungen von 125, 250, 500 und 750 mg delta-Tocopherol pro Tag. Die erste Stufe (nur AHA-Diät) brachte eine LDL-Reduktion um 3%.
Die 250 mg Tocotrienole  aus Annatto (Deltagold) entsprechen etwa 17 Tropfen Tricutis DMT3.

[Dose-dependent Modulation of Lipid Parameters, Cytokines and RNA by δ-tocotrienol in Hypercholesterolemic Subjects Restricted to AHA Step-1 Diet][Volltext]

20 Jun

Cholesterin und Tocotrienole

Kurzfassung: Tocotrienole können gleichzeitig Cholesterin senken und die Blutgerinnung herabsetzen

Herzinfarkt un Schlaganfall  sind In Deutschland (und in allen „westlichen“ Ländern) die Hauptursachen für Todesfälle – mehr sogar noch als Krebs.  Und es sind schon viele relativ junge Menschen betroffen. Die Ursache sind meist Blutgerinsel (Thromben), die die Blutversorgung von lebenswichtigen Organen abschneiden. Das führt schnell zum Absterben der nicht mehr durchbluteten Bereiche, was im Herz und im Gehirn entsprechend schwerwiegende Folgen hat.

Um die Ursachen zu bekämpfen muss man die Ursachen für die Blutgerinsel und die Engstellen in der Arterien bekämpfen. Die Engstellen entstehen durch Ablagerungen in den Arterien und die bestehen zum großen Teil aus Cholesterin. Also versucht man den Cholesteringehalt des Blutes herabzusetzen, durch Diät und durch Medikamente. So wurde jahrzehntelang der Verzicht auf cholesterinhaltige Lebensmittel propagiert, beispielsweise Butter und Ei. Allerdings kommen nur etwa 20% des Cholesterins aus der Nahrung, den Rest stellt der Körper selbst her. Wir man die Blutfette durch Diät am besten beeinflusst benötigt einen eigenen artikel (in Kürze).

Als Medikamente massenhaft eingesetzt werden Statine. Sie senken tatsächlich den Cholesterinspiegel und verringern tatsächlich das Risiko von Infarkten. Allerdings haben sie massive und häufige Nebenwirkungen. Und sie erhöhen das Risiko an Krebs zu erkranken, so dass unter dem Strich gar keine lebensverlängernde Wirkung durch Statine besteht. Es muss einen besseren Weg geben.

Wieder sind es die Tocotrienole (mehrfach ungesättigtes Vitamin E), die den Cholesterinspiegel senken, und zwar durch direkten Einfluss auf das Enzym, das sie herstellt, die HMG-CoA-Reduktase.  Schon 1991 ergab eine Studie (doppeltblind, crossover ,n=30) mit nur 200 mg Palm-TRF/d innerhalb von 4 Wochen an Menschen signifikante Verbesserungen bei den Blutwerten Cholesterin (-15%), LDL Cholesterin (-8%), Apo B (-10%), Thromboxane (-25%), platelet factor 4 (-16%). [PMID 2012010, viele weitere].

Ich habe das selber ausprobiert. Zufällig war 10 Tage nach einem Bluttest ein weiterer fällig. In der Zwischenzeit ass ich – so etwa – 200 mg TRF (Tocomin).  Und siehe da, nach den 10 Tagen war mein Gesamt-Cholesterin um 30 Punkte gefallen. Es funktioniert.

200 mg Tocomin, das sind 84 mg Tocotrienole mit 21 mg alpha-Tocopherol, das ist eigentlich keine grosse Menge (241% NRV). Die Richtlinien der EFSA und DGE lassen sogar 2500% NRV zu, das zehnfache.

In der Zwischenzeit gibt es sogar eine Studie, die eine optimale Dosis herausgefunden hat:  250 mg Tocotrienole, also etwa doppelt so viel wie in meinem kleinen  persönlichen Experiment. [Dose-dependent Modulation of Lipid Parameters, Cytokines and RNA by δ-tocotrienol in Hypercholesterolemic Subjects Restricted to AHA Step-1 Diet]

Warum gibt es das nicht als Medikament?

Tocotrienole sind Vitamine, die in der Natur vorkommen und nicht patentiert werden können. Für die Entwicklung von Medikamenten sind in unserem Medizinsystem die Pharmafirmen zuständig. Die haben aber kein Interesse die teueren Prozeduren der Medikamentenzulassung für eine nicht patentierbare Substanz aufzuwenden. Im Gegenteil bedrohen natürliche Alternativen die Milliardenumsätze mit den Statinen. Medikamente mit Tocotrienolen sind nicht zu erwarten.

Warum funktioniert es „manchmal“ nicht?

Es gibt schon eine Vielzahl von Studien, die die Cholesterinsenkung durch Tocotrienole nachweisen. Auch darin kommen gelegentlich Einzelpersonen vor, bei denen die Cholesterinsenkung nicht funktionierte. Inzwischen ist klar warum: das waren Personen, die schon „Vitamin E“ eingenommen haben – in Form von alpha-Tocopherol.  Alpha-Tocopherol, das ist die Form von Vitamin E, die „überall“ drin ist, nach wie vor oft als „das beste“ angesehen wird und oft in hoher Dosis (400 IU) eingenommen wird.
Alpha-Tocopherol erhöht aber den Cholesterinspiegel und zerstört die cholesterinsenkende Wirkung von Tocotrienolen, wenn es über ca 30% des Gesamt-Vitamin E ausmacht.

Das bedeutet, wenn Sie 250 mg Tocotrienole aus Palmen einnehmen (22-24% alpha-Tocopherol)  dürfte man nur noch ca 8 weitere Prozent alpha-Tocopherol einnehmen – 20 mg. Das ist schon in vielen Multivitaminpräparaten drin. Wenn Sie Cholesterinsenkung durch Tocotrienole anstreben sollten Sie alles „andere“ Vitamin E meiden. Einige der Kapseln auf dem Markt enthalten schon ungünstigere Zusammensetzungen mit hohen Prozentanteilen von beispielsweise 28% alpha-Tocopherol – damit kann man keinen Einfluss auf die Blutfette erwarten.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen wären eigentlich durch 250 mg Tocotrienol zu erwarten?

  1. Herabsetzung der Blutgerinnung. Das ist genau das was gegen die Entstehung der Thromben wirkt und was in der Medikamentenmedizin durch zusätzliche Gerinnungshemmer bewirkt werden soll. Tocotrienole verbessern die Blutflüssigkeit. Daraus leitet sich auch die einzige Gegenanzeige ab: die Blutungszeit wird verlängert. Bei Operationen oder bei verstecktem Blutverlust durch Darmkrebs oder Collitis Ulcerosa vergrößert sich der Blutverlust. Tocotrienole dürfen bei Blutungsstörungen nicht eingesetzt werden und sollen vor Operationen abgesetzt werden.
  2. Die Oxidation der Plaques wird durch den verbesserten Antioxidativen Status herabgesetzt. Oxidation des Colesterin in den Plaques und Entzündung derselben sind wesentliche Gründe für das Voranschreiten von Plaques. Tocotrienole sind   exzellentes Antioxidantien und wirken entzündungshemmend.
    Eine Einzelstudie (n=50,placebokontrolliert,12 Monate) mit 200 mg TRF/d zeigte  sogar die Rückbildung von bereits bestehenden Verengungen der Halsschlagader (Karotistenose). Bei 92% der Testpersonen wurde darauf ein verbesserter Blutfluss ins Gehirn gemessen. [PMID 7776501]
  3. Senkung des Blutzuckerspiegels, Beispiel – 12%. Die Insulinresistenz (= Diabetes Typ II) wird verringert.
  4. Eine Reihe von weiteren positiven Wirkungen der Tocotrienole, beispielsweise auf Gehirn, Knochen, Nerven, Haut, Entzündungen aller Art.

 

 

 

05 Jun

Blutdruck: Mehr Kalium wichtiger als weniger Natrium (Salz) – oder Beta-Blocker

Eine der wichtigsten Risikofaktoren im Herz/Kreislaufgeschahen ist hoher Blutdruck. Viele Menschen fallen dem hohen Blutdruck zum Opfer. Wie aber kann man am besten gegen hohen Blutdruck wirken?

Es gibt eine Standard-Medikation: Beta-Blocker. Mit etwa 2 Milliarden Tagesdosen pro Jahr in D sind sie eines der meistverwendeten Medikamente. Sie blockieren die Neurotransmitter Adrenalin und Noradrenalin, mit entsprechend vielen und starken Nebenwirkungen, von Asthma über Depressionen und Erektionsstörungen bis hin zur Schuppenflechte.

Gibt es keine natürlichere Hilfe? Offensichtlich ist es das Salz, das den Blutdruck am schnellsten und nachhaltigsten nach oben treibt. Aber der Haken ist: eine Verringerung des Salzkonsums scheitert an der der mangelnden Compliance – man macht es einfach nicht. Es ist „überall“ drin, ist geschmacksverstärkend, wirkt anregend. Eigentlich hat Salz einiges von einem Suchtmittel mit Gewöhnungseffekt.

Die gute Nachricht ging von kurzem nochmal durch die Wissenschafts-Presse: Wichtiger als die Reduzierung von Kochsalz (Natrium-Chlorid) ist ein gutes Verhältnis zum Kalium. Eine große Studie[1] zeigte, dass viel Natrium (normales Salz) das Todesfallrisiko um 20% steigerte, während viel Kalium (potassium) das Todesfallrisiko gegenüber dem Durchschnitt um 20% senkte. Es wäre sinnvoll lieber etwas mehr Kalium im Essen zu haben anstatt bei der Reduzierung des Natriums nicht weiterzukommen.

Also etwas mehr Kalium essen – wo ist das drin? Die Presse [2][3] empfiehlt die besten Quellen in Gemüse und Obst wie Avocado, Spinat, Möhren, Beeren, Kartoffeln, Steinobst und Banane, sowie Hülsenfrüchte.  Ich meine: viel Gemüse zu essen ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll, auch bei der Versorgung mit Spurenelementen (Mineralien), Vitaminen und bei der Säuren/Basen-Last.

Aber reicht das? Um auf Numer sicher zu gehen, könnte man auch einfach etwas Kalium-Salz (anstelle von Natrium-Salz) verwenden. Es gibt Gemische mit sogar 50% Kalium zum 50% Natrium-Salz am Markt, die schnell und sicher mit Kalium versorgen. Beispielsweise Naresa. Kalium-Salz ist nicht ganz so „salzig“ wie Natrium-Salz, dafür kann man aber eher etwas mehr von Kalium-Salz verwenden als weniger. Das ist aus der Studie und den Artikeln dazu zu lernen.

Naresa in den Salzstreuer.

Gegenanzeigen? Schlechte Nierenfunktion, denn sowohl Na als auch K müssen durch die Niere ausgeschieden werden. Mit mehr Kalium kann man den Blutdruck zwar nach unten bringen, das soll aber kein Freibrief sein, die übersalzenen Nahrungsmittel unserer Tage bedenkenlos zu konsumieren.

Hier noch ein paar Informationen am Rande

  • Das für Herz und Kreislauf in mehrfacher Hinsicht exzellente Tocotrienol (gegen Cholesterinbildung, Plaquebildung, für bessere Blutfette, gegen Plaque-Entzündung) hat auf den Blutdruck eher geringe senkende Auswirkung.
  • Von omega-3 Fettsäuren (Leinöl) könnte man erwarten, dass sie durch die verbesserte Fluidität (Durchlässigkeit) der feinsten Blutgefäße den Blutdruck langfristig senken können. Dazu müssten vor Allem die gesättigten Fettsäuren (Milchfett, Schlachtfett) verringert werden im Verhältnis zu den möglichst hoch ungesättigten Pflanzenfetten (Leinöl, Hanföl, Nussöle).
  • Vitamin D3 scheint eine Schlüsselrolle zu spielen. Ich bekam Nachricht, dass alleine Vitamin D3 (mit K2) den Blutdruck in einem Einzelfall normalisieren konnte.

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[1] Sodium and potassium intake and mortality among US adults: prospective data from the Third National Health and Nutrition Examination Survey.

[2] https://www.food-monitor.de/2011/07/bluthochdruck-statt-salzreduktion-lieber-eine-kartoffel-mehr/

[3] http://www.biomedizin-blog.de/de/mehr-kalium-einnehmen-anstatt-salz-zu-reduzieren–so-wird-der-bluthochdruck-niedriger-wp261-188.html

 

15 Mai

Oxyvenierung Kongress 2017

Ich war auf dem Kongress der Gesellschaft für Oxyvenierung 2017 in Kassel und durfte dort mein Arbeitsgebiet Tocotrienole vorstellen.  Unter der Leitung von Dr. med Dirk Wiechert wurde auf dem Kongress nicht nur die Oxyvenierung besprochen, sondern durch eine hochkarätig bestückte Liste von Referenten auch weitere interessante Themen ausgearbeitet.

Darunter Phospholipidcholine (PPC) , die mit ihrem positiven Einfluss auf die Zellmembranen viele tolle Einsatzgebiete haben, insbesondere für die Gesundheit der Leber.  Ebenso das Spurenelement Bor, das bisher wohl nicht auf dem Radar vieler Gesundheitsprofis war, obwohl es möglicherweise essentiell ist und vielerlei positive Einflüsse auf  dem Gebiet Entzündung, Knochenstoffwechsel und Gehirnfunktion hat. Gute Quellen von Bor in der Nahrung sind Nüsse (Mandeln) und Avocados, empfohlen werden 3mg/Tag.

Bei der Oxyvenierung handelt es sich um ein Verfahren bei dem reiner Sauerstoff (nicht zu verwechseln mit Sauerstoff-Radikalen) in geringen Mengen über moderne Apparaturen in feinsten Bläschen in die Blutbahn geleitet wird (intravenöse Sauerstoffinsufflationstherapie).  Es sind damit erstaunliche Wirkungen erzielbar, die unter anderem auf dem Gebiet  der Autoimmunkrankheiten liegen. Das genaue Wirkprinzip dieses Reizes in der Blutbahn scheint noch nicht festzustehen, könnte aber auch  über die Eosinophilen Granulozyten und Interleukin (IL-) 33 vermittelt werden. Ich persönlich fand die auch in Fallbeispielen vorgestelltenpositiven Effekte bei MS (Multiple Sklerose) besonders interessant.

Von Dr. Wiechert sind übrigens  eine Reihe von sehr interessanten und anschaulich präsentierten Vorträgen auf youtube frei verfügbar, die ich an dieser Stelle unbedingt empfehlen möchte:

Über das Spurenelement Zink (27 Min)

Über Entzündungen (57 min)

Über Fettsäuren (72 min)

.. um nur einige der neuesten und interessantesten hervorzuheben.