05 Jun

Blutdruck: Mehr Kalium wichtiger als weniger Natrium (Salz) – oder Beta-Blocker

Eine der wichtigsten Risikofaktoren im Herz/Kreislaufgeschahen ist hoher Blutdruck. Viele Menschen fallen dem hohen Blutdruck zum Opfer. Wie aber kann man am besten gegen hohen Blutdruck wirken?

Es gibt eine Standard-Medikation: Beta-Blocker. Mit etwa 2 Milliarden Tagesdosen pro Jahr in D sind sie eines der meistverwendeten Medikamente. Sie blockieren die Neurotransmitter Adrenalin und Noradrenalin, mit entsprechend vielen und starken Nebenwirkungen, von Asthma über Depressionen und Erektionsstörungen bis hin zur Schuppenflechte.

Gibt es keine natürlichere Hilfe? Offensichtlich ist es das Salz, das den Blutdruck am schnellsten und nachhaltigsten nach oben treibt. Aber der Haken ist: eine Verringerung des Salzkonsums scheitert an der der mangelnden Compliance – man macht es einfach nicht. Es ist „überall“ drin, ist geschmacksverstärkend, wirkt anregend. Eigentlich hat Salz einiges von einem Suchtmittel mit Gewöhnungseffekt.

Die gute Nachricht ging von kurzem nochmal durch die Wissenschafts-Presse: Wichtiger als die Reduzierung von Kochsalz (Natrium-Chlorid) ist ein gutes Verhältnis zum Kalium. Eine große Studie[1] zeigte, dass viel Natrium (normales Salz) das Todesfallrisiko um 20% steigerte, während viel Kalium (potassium) das Todesfallrisiko gegenüber dem Durchschnitt um 20% senkte. Es wäre sinnvoll lieber etwas mehr Kalium im Essen zu haben anstatt bei der Reduzierung des Natriums nicht weiterzukommen.

Also etwas mehr Kalium essen – wo ist das drin? Die Presse [2][3] empfiehlt die besten Quellen in Gemüse und Obst wie Avocado, Spinat, Möhren, Beeren, Kartoffeln, Steinobst und Banane, sowie Hülsenfrüchte.  Ich meine: viel Gemüse zu essen ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll, auch bei der Versorgung mit Spurenelementen (Mineralien), Vitaminen und bei der Säuren/Basen-Last.

Aber reicht das? Um auf Numer sicher zu gehen, könnte man auch einfach etwas Kalium-Salz (anstelle von Natrium-Salz) verwenden. Es gibt Gemische mit sogar 50% Kalium zum 50% Natrium-Salz am Markt, die schnell und sicher mit Kalium versorgen. Beispielsweise Naresa. Kalium-Salz ist nicht ganz so „salzig“ wie Natrium-Salz, dafür kann man aber eher etwas mehr von Kalium-Salz verwenden als weniger. Das ist aus der Studie und den Artikeln dazu zu lernen.

Naresa in den Salzstreuer.

Gegenanzeigen? Schlechte Nierenfunktion, denn sowohl Na als auch K müssen durch die Niere ausgeschieden werden. Mit mehr Kalium kann man den Blutdruck zwar nach unten bringen, das soll aber kein Freibrief sein, die übersalzenen Nahrungsmittel unserer Tage bedenkenlos zu konsumieren.

Hier noch ein paar Informationen am Rande

  • Das für Herz und Kreislauf in mehrfacher Hinsicht exzellente Tocotrienol (gegen Cholesterinbildung, Plaquebildung, für bessere Blutfette, gegen Plaque-Entzündung) hat auf den Blutdruck eher geringe senkende Auswirkung.
  • Von omega-3 Fettsäuren (Leinöl) könnte man erwarten, dass sie durch die verbesserte Fluidität (Durchlässigkeit) der feinsten Blutgefäße den Blutdruck langfristig senken können. Dazu müssten vor Allem die gesättigten Fettsäuren (Milchfett, Schlachtfett) verringert werden im Verhältnis zu den möglichst hoch ungesättigten Pflanzenfetten (Leinöl, Hanföl, Nussöle).
  • Vitamin D3 scheint eine Schlüsselrolle zu spielen. Ich bekam Nachricht, dass alleine Vitamin D3 (mit K2) den Blutdruck in einem Einzelfall normalisieren konnte.

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[1] Sodium and potassium intake and mortality among US adults: prospective data from the Third National Health and Nutrition Examination Survey.

[2] https://www.food-monitor.de/2011/07/bluthochdruck-statt-salzreduktion-lieber-eine-kartoffel-mehr/

[3] http://www.biomedizin-blog.de/de/mehr-kalium-einnehmen-anstatt-salz-zu-reduzieren–so-wird-der-bluthochdruck-niedriger-wp261-188.html

 

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